
Arbeiten im digitalen Student’s Book
Mittlerweile sind alle im digitalen Student’s Book angekommen und starten mit der ersten Aufgabe: Verschiedene Räume und ihre Einrichtungen sollen mit Sternen bewertet werden. Konzentriert widmet sich die Klasse dieser Aufgabe. Im Anschluss diskutieren die Jugendlichen im Tandem und später im Plenum, was ihnen an den Räumen gefällt und was nicht. «My head hurts when it is so messy», erläutert ein Junge, und ein Mädchen wirft lachend ein: «My room is not better than this one.» Claudia Müller schmunzelt.
Die Notebooks bleiben offen auf den Tischen stehen und werden ganz selbstverständlich in den Unterricht integriert. Der Umgang damit ist unaufgeregt und routiniert; sie gehören zur Ausstattung der Pulte wie wohl einst Füllfeder und Tintenfass. Genau das ist das Ziel von «Reach Out»: Das Zusammenspiel von Print und Digital soll intuitiv, harmonisch und einleuchtend sein – die Medienwahl soll keine Hürde darstellen. Wo Digitales und Analogesden grössten Nutzen haben, wird in der Erprobung intensiv getestet. Nicht nur in Dietikon, sondern auch in anderen Klassen in der Deutschschweiz.
Gruppenarbeit mit gedruckten Materialien
Nun ist es Zeit für eine weitere analoge Übung, dieses Mal nicht mithilfe von «Reach Out». Vorab haben die Schülerinnen und Schüler Fotos ihrer eigenen Zimmer an Claudia Müller geschickt; sie hat diese im A4-Format ausgedruckt. Jeweils vier Jugendliche beugen sich über eine Bilderserie und sprechen über die Fragen, die Claudia Müller zuvor an die Wandtafel geschrieben hat.
«Ich hätte die Fotos auch digital zeigen können», erklärt die Lehrerin später. «Doch für die Gruppenarbeit fand ich die Printversion passender. Man kann sich besser austauschen, als wenn alle in einen kleinen Bildschirm schauen müssen.» Nach der Gruppenarbeit hängen einige Schülerinnen und Schüler die Bilder mit Magneten an die Wandtafel. Die ganze Klasse spricht darüber, was zu sehen ist und was ihnen an den einzelnen Zimmern gefällt. Negative Kommentare schliesst Claudia Müller von Beginn an aus und alle halten sich vorbildlich an diese Vorgabe. Für viel Spass sorgt das Raten, welches Zimmer wem gehört. Meist liegen die Jugendlichen richtig.